|
Neue Regelungen im Jahr 2010 |
|
Arbeitsvermittlung
|
|
30.12.2009 Gleich zu Beginn des neuen Jahres treten wieder eine Reihe von Veränderungen in Kraft:
Ab Januar steigt das Kindergeld, außerdem greifen Steuererleichterungen. Die Regeln beim Vererben wurden erneut geändert. Und noch mehr Kommunen sperren ihre Innenstädte für alte Dieselautos.
Hier einige Änderungen im Details:
Kurzarbeit Unternehmen können angesichts der Wirtschaftskrise ab Januar nocheinmal für maximal 18 Monate Kurzarbeitergeld beantragen. Die Regelung gilt für das Jahr 2010. Bislang konnten Unternehmen wegen der Krise für jeweils 24 Monate Kurzarbeit beantragen.
Krankenversicherung Gesetzlich und private Krankenversicherte können ab 2010 sämtliche Kassenbeiträge für Basistarife vollständig von der Steuer absetzen. Dies gilt auch für Beiträge zur Pflegeversicherung. Die Regelung gilt nicht für Zusatzkrankenversicherungen wie etwa für besseren Zahnschutz.
Pflegeversicherung Bezieher von Pflegegeld bekommen ab Januar monatlich zehn Euro mehr. Dies gilt für alle drei Pflegestufen.
Kindergeld Das Kindergeld wird um 20 Euro pro Kind auf je 184 Euro beim ersten und zweiten Kind erhöht. Für das dritte Kind bekommen Eltern künftig 190 Euro und ab dem vierten Kind 215 Euro monatlich. Der Kinderfreibetrag steigt auf 7008 Euro.
Riester-Rente Rentner dürfen staatliche Zulagen für ihre private Riester-Rente künftig auch bei einem Umzug ins Ausland behalten. Bisher mussten die Zuschüsse und Steuerersparnisse ans Finanzamt zurückgezahlt werden.
Rürup-Rente Selbstständige und Angestellte, die mit einer Rürup-Rente fürs Alter vorsorgen, dürfen ab Januar nur noch bestimmte zertifizierte Sparverträge abschließen. Die Zertifizierung ist jedoch kein Gütesiegel, sondern garantiert nur die steuerliche Absetzbarkeit.
Steuerfreibetrag Für Steuerzahler steigt der Grundfreibetrag um 170 Euro auf 8004 Euro. Für Ehepaare gilt der Betrag von 16.008 Euro.
Erben Die Reform der Erbschaftssteuer bringt auch Privaterben Neuerungen. Geschwister, Neffen und Nichten müssen bei Erbschaften bis 75.000 Euro künftig 15 statt 30 Prozent Steuern zahlen, bei Erbschaften bis 13 Millionen Euro 35 Prozent statt bisher 50 Prozent. Die Pflege von Angehörigen wird künftig stärker berücksichtigt. Angehörige können in Zukunft aber etwa nach Straftaten auch vom Erbe ausgeschlossen werden.
Mehrwertsteuer Für Übernachtungen in Hotels und Pensionen gilt ab Januar nur noch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent statt des vollen Satzes von 19 Prozent. Fraglich bleibt jedoch, ob die Herbergsbetriebe die Ersparnis an ihre Kunden weitergeben werden.
Entgeltnachweis Unternehmen müssen ab dem 1. Januar die Lohndaten ihrer Beschäftigten elektronisch an eine zentrale Speicherstelle übermitteln. Ab 2012 sollen dann mit den Daten Anträge auf Leistungen wie Arbeitslosengeld, Wohngeld und Elterngeld entschieden werden.
Bankberatung Zum Schutz vor Falschberatungen ihrer Kunden müssen Banken ab Januar Protokolle über Beratungsgespräche anfertigen und diese vor Vertragsabschluss vorlegen.
Umweltzonen Die Zahl der Umweltzonen in deutschen Städten steigt ab Januar auf 40. Sieben Kommunen verschärfen ihre Einfahrtverbote: Fahrzeuge mit roter Plakette - auch von außerhalb - dürfen dann nicht mehr in die Zonen fahren. In Berlin und Hannover gilt das Fahrverbot sogar für Autos mit gelber Plakette.
Auto-Untersuchungen Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) für Autos werden zusammengelegt. Die sechseckige AU-Plakette auf dem vorderen Kennzeichen entfällt. Als Nachweis gilt künftig nur noch die runde HU-Plakette auf dem hinteren Nummernschild.
|